[Hlavicka]



[Post absenden]

Pferde

In unserem Tierheim leben 5 Warmblutpferde: Comodar 9 Jahre, Vollblut und vier Halbblutpferde: Indiana 6 J., Caravella 8 J. und ihre Tochter Dominika, 2 J. und unser Sorgenkind Anjuscha, 9 J.

[Pferde]

Alle sind ausgediente Reitpferde (bis auf den Überraschung-Nachwuchs von Caravelle), alle wurden aus schlechten Verhältnissen oder vor dem „Waggon“ (Schlachthoftransport) gerettet.

Der Tierheimbetreiber Viliam Jaroš ist ein Fachmann, gelernter Pferdewirt, und Pferdenarr. Er war lange Jahre in ehemaligen staatlichen Zuchtgestüt Motešice tätig. Ein schwerer Reitunfall hat sein Leben verändert, aber Pferde sind weiterhin seine Herzensangelegenheit. Er ist ein Pferdeflüsterer, ein slowakischer Monty Roberts. Die Grundregeln der Kommunikation hat auch er verinnerlicht: Respekt gegenüber einem Tier, Verstehen seiner Sprache, seiner Bedürfnisse, ohne Gewalt...

Die Pferde im Tierheim im Tal führen ein sorgenfreies Leben. Sie haben schöne Naturställe aus Holzstämmen, werden artgerecht gehalten und fachmännisch betreut, bewegen sich frei im Areal, ohne Einfriedungen, genießen ihr Leben auf ihre weise. Manche werden geritten, von Viliam oder den Kindern, hie und da fällt eine bezahlte Reitstunde an.

Im ganzen aber kosten sie Geld. Viel Geld! Wobei dem Tierheim im Tal Finanzen an allen Ecken fehlen...

Deswegen haben wir uns entschlossen, Paten für unsere Pferde zu suchen, um ihr Unterhalt aufrechthalten zu können! Helfen Sie einem Pferd Ihrer Wahl: mit Sach- oder Geldspenden. Ihre Geldspende kennzeichnen Sie mit dem Namen des von Ihnen gewählten Pferdes.

Kommen Sie uns besuchen, besuchen Sie Ihr Patenkind! Wir laden Sie dazu herzlich ein. Slowakei ist ein schönes Land, unser Tierheim liegt in einer waldreichen Gegend, herrliche Kuppen und Hügel laden zum Ausritt ein. Machen Sie sich, uns und „Ihrem“ Pferd die Freude...

Für lungenkranke Anjuscha benötigen wir aktuell ein Inhalationsgerät (Pari-boy), vielleicht hilft eine Inhalationsterapie, ihr Leben lebenswert zu machen.

 

[odoslat] Link mailen
[odoslat] Text mailen
[tlacit] Seite drucken

 

Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten

4.11.2006











Da ihr nicht die Möglichkeit habt, alles zu lesen, was ich schreibe, da ich viele Artikel nicht übersetzen lasse, muss ich euch mit dem Geschehen vertraut machen, damit ihr versteht, worüber dieser Artikel handelt.

Vor kurzer Zeit gab´s in unserem Fernsehen in den Hauptnachrichten ein Bericht, dass es gar unerträglich ist, wie viele anonyme Beschwerden die staatliche Veterinärverwaltung wegen schlechten Umgehens mit Pferden bekommt. Ich dachte über diese Nachricht nach, da ich damit nicht ganz einverstanden war, was der Inspektor sagte, dass die Tiere in Ordnung seien und die Beschwerden unbegründet sind. Ich sah auf dieser Aufnahme mindestens das Quälen der Pferde durch Hunger. Ich ließ es nicht ohne Beachtung und einer der Beschwerdeführerinnen half ich ein Pferd zu retten, an dem es ihr sehr lag, und zwar ohne Assistenz der Staatsbeamten. Natürlich entschloss ich mich die Gründe festzustellen, warum die Tierärzte an der Seite der Menschen stehen, die offensichtlich Pferde quälen und vor allen Beschwerden ihre Augen schließen. Im Artikel, in dem ich die Gründe der Beschwerdeführerin erkläre, äußerte ich mich auch zum Thema der Inspektoren. Ich konnte einfach nicht schweigen. Die Fortsetzung des ganzen Falls stelle ich euch zur Einsicht zur Verfügung. Hoffentlich werdet ihr mir zustimmen.

In dem vorigen Artikel über dem „Anonym“ äußerte ich mich auf eine nicht gerade höflicher Weise über die Staatsinspektion. Sofort gab es Reaktionen und ich muss zugeben, dass ich in diesem Fall keinen Argument bei der Hand hatte. Meine Erfahrung spricht jedoch für alles. Da ich nicht nur so in den Wind rede, nahm ich dieses Problem genauer unter die Lupe und suchte die Wahrheit. Heute kann ich mit Gewissheit sagen, dass ich mich nicht täuschte und meine negative Meinung über die durch nichts und niemanden gefährdeten Tierrechtenvertreter seitens des Staats besitze ich auch weiterhin. Es war gar nicht so mühsam das Foto eines Pferdes vor dem Aufenthalt auf einem "agroturistischen" Bauernhof und dann direkt im Betrieb zu gewinnen. Nur ein Blinder, beziehungsweise ein Laie oder ein vollkommener Ignorant kann den Unterschied nicht sehen. Diese Eigenschaften sollte jedoch ein Inspektor der Staatlichen Veterinärverwaltung nicht haben. Auf Grund dieser Feststellung musste ich nachdenken und mir eine Frage stellen, warum. Warum haben die Staatsbeamten solche Macht, dass sie eine offensichtliche Quälerei ignorieren können? Könnte es vielleicht die Angst, die Dinge beim richtigen Namen nennen sein? Sie sind doch dazu da. Auf ihre Meinung und ihr Resultat verlassen sich hunderte, wenn nicht tausende von Menschen, denen das Schicksal der gequälten Tiere nicht gleichgültig ist. Haben überhaupt diese Menschen eine Chance etwas zu beeinflussen, wenn sie auf die Tierquälerei hinweisen? Bleiben sie nicht lieber still, damit sie nicht lächerlich gemacht werden, wie in dem Fall des TV-Senders JOJ? Ich fürchte, ja. Die Gleichgültigkeit wird gewinnen, weil…

In dem Artikel über den Slowakischen Rundfunk erwähnte ich, dass ich die Reise nach Bratislava bedauere, dass sie aus meiner Sicht absolut nichts brachte, auch wenn die Reaktionen auf die eigentliche Sendung Kontakty sehr positiv sind. Die Reise nach Košice war jedoch sehr nützlich. Niemand lud mich ein und ich fuhr dort nicht um ein Interview zu machen. Ich entschloss, dass ich die Wiege unserer Veterinärmedizin besuchen werde und dass ich dort alles genau unter die Lupe nehmen werde. Vielleicht finde ich auch den wirklichen Grund, wieso die Veterinär-Absolventen ein Problem damit haben, festzustellen, welches Tier in Ordnung ist und welches nicht.

Das, was ich dort sah, war so schrecklich und plötzlich verstand ich alles. Die Tierärzte aus der Staatsverwaltung können den Gesundheitszustand des Pferdes nicht objektiv beurteilen. Nicht deswegen, weil sie nicht wollen, sie können einfach nicht. Jedes Pferd, das nur ein Bisschen mehr Muskel hat als die armen Wesen in dem Auslauf der erwähnten Schule soll ihnen dick vorkommen. Die Fotos sind tatsächlich authentisch und sehr frisch.

Ich will wirklich nicht mehr kritisieren, doch dies will ich nicht ohne Beachtung lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf der Fakultät für Medizin den Studenten als Vorbild eines gesunden Menschen einen Menschen aus Konzentrationslager gezeigt hätte. In der Slowakei ist jedoch auch dies möglich. In der Schule für Tierärzte dienen Pferde mit nur Haut und Knochen als Hilfsmittel beim Unterricht. Es ist vielleicht das Vorhaben bei dem Anatomieunterricht. Der Student kann den jeweiligen Knochen an einem lebendigen Tier anfassen. Vielleicht ist es ein Beispiel, wie die Pferde nicht aussehen sollen. Die Pferde sehen bestimmt deswegen nicht so aus, weil sie gerade geheilt werden. Ich kann einen lange durch Hunger gequälten Pferd von einem wegen Krankheit abnehmenden Pferd unterscheiden. Wer weiß, was sie mit ihnen als mit Lehrmitteln machen. Mir reichte schon das, was ich sah. Wenn auch das keine Tierquälerei ist, dann sind alle Inspektoren überflüssig. Zum Glück musste ich keinen Inspektor um seine Meinung bitten. Ich komme auch mit mir selbst zurecht. Diese „Pferde“ sind den ganzen Tag im Auslauf ohne Zugang zum Wasser und Heu geschlossen. Vor Verzweiflung belecken und knabbern sie das Eiserne Geländer ab, das vielleicht aus Spaß grün gestrichen ist. Ich bin überzeugt, dass wenn es hier Holz gäbe, so wäre es schon weg. Dabei reichte es nur, wenn die Pferde in dem Auslauf den Zugang zu Heu und Wasser hätten. Menschen, die ein Vorbild im ethischen Verhalten zu Tieren sein sollten, werden dort nicht nur ausgebildet, sondern sie halten dort sogar Vorträge. Wisst ihr, für mich kann ein solcher Mensch, der für diesen Zustand zuständig ist, mehrere Titel vor und nach dem Namen haben. Für mich ist er ein Dummkopf. Wie kann jemand beurteilen, ob ein Tier gequält ist oder nicht, wenn er seine Kenntnisse in einer Schule gewann, wo die Tiere auch ohne Grund gequält werden. Die Menschen in unseren Ländern vergaßen, was Hunger bedeutet, sie haben keine Ahnung, welches Leiden es verursacht. Sie wissen nicht, was Schmerz bedeutet, weil sie nach jeder Andeutung des Schmerzes nach einer Pille greifen. Sie wissen es einfach nicht, sie kennen diese Gefühle nicht. Wenn es in meinen Kräften wäre, so hätte ich jeden, der das ihm anvertrautes Tier auf diese Weise quält, auf die selbe Weise bestraft. Dann hätten sie es verstanden…

Es würde mich sehr interessieren, was würde passieren, wenn ich Strafanzeige auf die Fakultät eingereicht hätte. Ich wollte die Äußerungen derer Wissen, die für diesen Zustand zuständig sind. Ich wollte all die Ausreden und Bezweiflung meiner Kenntnisse hören. Auch das Bestreben meine Mühe lächerlich und peinlich zu machen, weil sie haben studiert, nicht ich. Da ich jedoch weiß, wie das alles ausgefallen hätte, bleibe ich nur bei diesem Artikel und stelle mir die Frage: bis wann…!?

Dabei sagte ich mir einst, dass ich solche Sachen nicht beachten werde, soweit mich jemand auf sie nicht aufmerksam macht. Es gibt nämlich soviel Quälerei, dass ich nichts anderes machen würde, nur quer durch die Slowakei gereist und die Tiere gerettet hätte. Ich riskiere dabei oft meine Gesundheit und meinen Ruf. Am meisten riskiere ich jedoch, dass ich unbegriffen bleiben werde, ich versuche das Tier und mich zu beschützen und dann haben die Menschen Angst vor mir. In diesem Fall riskiere ich viel. Ich erlaubte mir etwas, was sich in der Slowakei noch niemand erlaubte. Ich bezweifelte die Fachlichkeit und ethisches Verhalten der Menschen zu Tieren. Menschen, die Macht besitzen, damit sie auf Grund ihrer Dummheit unseren Tieren schaden können. Die beleidigte „Ehrwürdigkeit“ kennt keine Grenzen und in der Vermutung, dass sie mir schaden werden, machen sie große Schäden an Unschuldigen. Zum Glück habe ich größere Macht, weil auf meiner Seite die Wahrheit steht und eine solche Weltansicht haben in der heutigen Zeit nur sehr wenige Menschen. Hoffentlich wird es mir gelingen einen von euch mit meinen Augen die Welt sehen zu lehren. Dann wird es nicht mehr Stille herschen.

Die Tiere werden selten von Menschen gequält, die sie lieben, und die sie nicht nur für ihr eigenes Vergnügen, für Geld und Prestige züchten. Wir sind es, die „Tierliebhaber“, die wir die größten Quäler sind. Leider, meistens sind wir uns dessen nicht bewusst. Während der Zeit meiner Tätigkeit bekam ich unzählige Briefe von jungen Menschen, die mir ihr Verhältnis zu Tieren gestehen und deren großer Traum das Studium der Veterinärmedizin war, damit sie den Tieren helfen könnten. Bestimmt besuchen einige von ihnen diese Schule, doch niemand bemerkte bisher das Pferdeleiden. Vielleicht doch, aber… Kann ich ihnen vertrauen?

Ich werde jetzt auch etwas positives schreiben: Der Araber, dessen Schicksal in dem anonymen Brief beschrieben wurde, ist bereits in den richtigen Händen. Das Foto mit dem Mädchen, das ihn streichelt, stammt schon aus seinem neuen Heim. Ich werde wohl über ihn noch etwas schreiben…

 


 

Inhalt